Spinnereien

Dezember 21, 2010

Das Ende meines Referendariats bringt viel Freizeit mit sich. Zeit für mich, die ich dringend nötig habe, denn meine Batterien waren leer. Besonders viel gestrickt wurde noch nicht, aber es sind noch ca. 6 Wochen bevor ich meine erste richtige Stelle antreten werde. Also noch ausreichend Zeit, den Stash ein bisschen abzubauen.

Endlich wurde der Rest der schwarzbraunen irischen Rohwolle versponnen. Es waren noch etwa 240g und daraus wurde ein fluffiges, nicht kratziges Garn mit einer Lauflänge von 100m auf 50g. Die Farbe ist ein wunderschönes tiefes Braun und die Wolle soll zu einem Beret und eventuell noch Pulswärmern für eine liebe Freundin werden, die mir in den letzten Wochen viel Kraft gegeben hat. Bis Weihnachten werde ich es wohl nicht mehr schaffen, aber Freude kann man auch nach Weihnachten noch schenken 🙂

 


Antizyklisch II

Juli 25, 2010

Passend zum Beret ist das zweite Winteraccessoire fertig geworden. Aus der selbstgesponnenen, navajo-gezwirnten Space sind die Reading Mitts geworden.

Trotz gleichem Vorgehen sind die zwei Handschuhe recht unterschiedlich ausgefallen. Schon während dem Stricken war zu bemerken, dass das Garn doch nicht so gleichmäßig war, wie gedacht. Nachdem der erste Handschuh fertig war, habe ich während des Strickens des zweiten schon ein paar Modifikationen eingefügt (meist einfach ein paar Runden mehr stricken, um auf eine ähnliche Länge zu kommen), wie sich im direkten Vergleich jedoch zeigt, war ich damit nicht so 100% erfolgreich. Die Handschuhe unterscheiden sich sowohl in der Länge, als auch im Umfang. Der erste ist  insgesamt größer ausgefallen.

Da die Handschuhe allerdings für den heimischen Gebrauch am PC gedacht sind, macht das gar nichts. Im Gegenteil, bei meinen Reading Mitts handelt es sich ganz offensichtlich um Unikate 😉


Eine produktive Zeit

Juli 20, 2010

sind die unterrichtsfreien Tage, juhe! Frisch vom Rädchen:

Mont Ventoux vom Rad der Zeit. 100g BFL wurden zu 817 (!) Metern weichem, glänzenden Garn. Ich habe das Garn als Single gelassen, da mir die Farben einfach zu gut gefallen, als dass ich sie hätte vermischen wollen. Fixiert wurde das ganze mit Dampf unter Zuhilfenahme des Gemüsedünsteinsatzes des Topfsets. Der wurde noch nie benutzt und hat somit auch seine Einweihung erfahren. Ich hoffe, das reicht aus, denn einen Dampfdrucktopf hatte ich leider nicht zur Hand.

Nun, was wird aus diesem luftigen Traum? Angedacht ist eventuell ein Whisper Cardigan, allerdings bin ich nicht ganz sicher, ob die Lauflänge reicht und ob das Garn dafür nicht zu instabil ist. Vielleicht fange ich einfach mal an zu stricken, der Cardigan besteht ja aus einem Boldero, an dem weitere Maschen aufgenommen werden. Falls das Garn ausgeht, kann ich auch einfach nach dem Bolero aufhören. Andere Möglichkeit wäre ein größeres Tuch, allerdings habe ich bis jetzt nichts gestrickt, das über 420m, sprich Sockenwolllauflänge, hinausgeht. Mit einer großen Stola werde ich vermutlich auch nichts anfangen können. Mmmhh…


Antizyklisch

Juli 12, 2010

Draußen sind es 30 und mehr Grad, aber auch das hält mich nicht vom Stricken ab. Während andere Sommertops stricken, bereite ich mich bereits auf die kältere Jahreszeit vor 😉 Aus meinem handgesponnenem Babyalpaca wurde dieses tolle Beret (Diamond Head Beret auf Ravelry). Leider ist es etwas größer geworden, als erwartet, und die Wolle schluckt das Muster ein wenig. Ich mag meine neue Kopfbedeckung trotzdem. Das Alpaka wird meine Öhrchen im Winter schön warm halten, da bin ich sicher. Und es kann keiner sagen, ich wäre nicht auf kältere Temperaturen vorbereitet!


Nachschub

Mai 31, 2010

Im Moment macht mir das Spinnen richtig Spaß. Damit mir die Freude nicht vergeht, musste direkt Nachschub her. Es ist nicht so, dass ich nichts im Stash hätte finden können, allerdings tummelt sich dort hauptsächlich nur noch robustere Wolle (Irische und Gotlandwolle) in Naturfarben, danach steht mir momentan nicht ganz der Sinn 😉

Bei Dawanda habe ich einen wundervollen Shop entdeckt. Geordert wurden je 100g BFL in Wales und Mont Ventoux. Die Faser selbst habe ich schon einmal versponnen und bin von ihr begeistert. Sie ist sehr weich und in meinen Augen viel besser zu verspinnen als Merino. Diese tollen Fasern in wunderbar kombinierten Farben handgefärbt sind einfach nur ein Traum. Die Auswahl im Shop fiel mir wirklich sehr schwer, da ich die Farbkombinationen, die dort angeboten werden, wirklich sehr gelungen finde. Nachdem die Lieferung nun hier ankam steht fest: Ich werde sicherlich noch einmal beim Rad der Zeit bestellen! Die Qualität ist einfach nur unbeschreiblich! Die Fasern sind superweich, kein bisschen angefilzt und die Farben sind genau so, wie auf den Fotos im Shop. Ich bin begeistert und freue mich aufs Anspinnen.

Wales:

Mont Ventoux:


Navajo-gezwirnt

Mai 29, 2010

230g Space in Herbstfarben waren noch übrig und schrien nach Verwendung. Also flugs gesponnen und verzwirnt. Diesmal gab es eine Premiere – ich habe zum ersten Mal Navajo-gezwirnt. Aus den 230g Gramm sind etwa 230 Meter geworden, die in den Stash wandern und im Winter zu Beret, Halswärmer oder Handschuhen werden sollen. Ich lege schon jetzt einen Vorrat an und werde auch bald mit dem Stricken beginnen, da ich dieses Jahr ein paar liebe Menschen mit Strickigem beschenken möchte.


Alpaka gezähmt

April 25, 2010

200g schwarzes Babyalpaka haben mir fast den letzten Nerv geraubt. Die Farbe: ein Traum – tiefes, glänzendes Schwarz. Das Anfass-Gefühl: wunderbar weich und flauschig. Die Spinnbarkeit: Medium. Mir ist es fast nicht gelungen, das Alpaka gleichmäßig auszuziehen und somit einen gleichmäßigen Faden zu spinnen. Weiterhin fusselten die Fasern wie ungescheit, sodass meine Hose nach dem Spinnen über und über mit schwarzen Flusen bedeckt war. Vom Fußboden nicht zu sprechen. Aber ich war tapfer und wurde mit einem wunderbar weichen, 2-fädigen, unfotographierbaren schwarzen Garn belohnt. Das Garn wandert in den Stash, daraus sollen im Winter eine warme Mützen und ein Paar Fäustlinge werden.

Ein bisschen Alpaka blieb übrig und das habe ich mit einer herbstlichen Space gezwirnt.

Auch dieses Garn ist wunderbar weich, allerdings wird die geringe Lauflänge nicht für ein großes Projekt ausreichen. Ich habe überlegt, eine Schüssel zu häkeln und zu filzen, das wollte ich schon immer einmal ausprobieren. Allerdings bin ich unsicher wegen der unterschiedlichen Fasern… Nicht, dass die am Ende nicht gleichmäßig filzen. Hat da von euch schon jemand Erfahrung mit?


Januar 24, 2010

Nicht ganz so entspannt wie mit den Socken gestaltet sich mein Verhältnis zum wunderbar weichen Baby Alpaka. Ja, die Farbe ist atemberaubend, ein tief glänzendes Schwarz, und ja, die Wolle ist unglaublich weich, aber trotzdem werden wir wohl keine Freunde werden. Für mein Empfinden lässt sie sich äußerst schlecht verspinnen. Sie lässt sich nicht schön ausziehen, haart wie nix und jedes bisschen Drall zuviel produziert direkt ein Seemanns-Seil. Ich werde mich dennoch durch die 200 Gramm „quälen“ und kann dann hoffentlich noch diesen Winter eine Mütze daraus stricken, ansonsten kommt das fertige Garn erstmal in den Stash. Und eins ist sicher, so schnell kommt mir diese Faser nicht mehr ins Haus…


Spinnereien

November 15, 2009

Wie erwartet hat es etwas länger gedauert, aber nun sind sie versponnen, meine 200g BFL oatmeal. Urpsrünglich war geplant, das Garn zu navajozwirnen, leider habe ich dazu zu wenig Drall in das Garn gegeben, sodass es mir ständig riss. Und dabei wollte ich doch endlich mal ein dickeres Garn produzieren… Nunja, nun habe ich ein 2-fädiges Garn mit ca. 800m auf 200g Gramm. Andere träumen vom dünner Spinnen, ich träume vom dicker Spinnen…

BFL1

Farbe und Garn sind wirklich ein Traum, schön weich und dezent. Ich plane, daraus einen breiteren Schal zu stricken und so endlich das Dilemma zu lösen, dass ich nur farbige Tücher und Schals habe, und keinen besitze, den man sorgenfrei zu jeglicher Oberbekleidung tragen kann. Ein paar Muster habe ich schon im Auge, allerdings habe ich noch keine Entscheidung getroffen

BFL2


Mai 1, 2009

Aus 100g Aquarius sind tatsächlich 630 Meter Garn geworden. Bleibt noch die Frage, was aus diesen 630 Metern werden soll… Ich habe schon verschiedene Tücher im Auge und hoffe, dass ich in den nächsten Tagen die Zeit haben werde, ein neues Projekt anzuschlagenLeider ist es so, dass das Garn stellen hat, in die ein bisschen zu wenig Drall gekommen ist. Ich hoffe, dass mir diese beim Stricken nicht den Spaß verderben.

Ich habe das Garn als Single belassen. Es gab leider ein paar Schwierigkeiten mit der Fixierung dieser Singles. Den ersten Teil habe ich, wie bereits verschiedene Garne vorher, der heiß-kalt-Methode unterzogen. Leider hat die Seide dadurch ihren Glanz verloren und das Garn wirkte sehr stumpf. Über Ravelry bekam ich den Tipp, die Singles mit Essigwasser zu fixieren bzw. spülen. Ich habe dabei verschiedene Versionen ausprobiert und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die Stränge am schönsten geworden sind, die ich in lauwarmem Essigwasser eingeweicht und danach direkt zum Trocknen aufgehangen habe. Die Seide glänzt wunderbar und der Merinoanteil ist nicht zu filzig geworden.

630 Meter!